Die Firma oder die Uni hätte gerne ein Motivationsschreiben von dir? Keine Panik – mit diesen Tipps verfasst du einen überzeugenden Text mit persönlicher Note und zeigst, dass du die Idealbesetzung bist!

Man nennt das Motivationsschreiben auch „Dritte Seite“, weil es nach Anschreiben und Lebenslauf das dritte Dokument deiner Bewerbung ist. Es wird in den meisten Fällen bei Bewerbungen auf Studien- oder Ausbildungsplätze gefordert. Oft wollen aber auch Firmen ein solches Schreiben sehen, um sich ein besseres Bild deiner persönlichen Beweggründe für die Bewerbung auf den Job zu machen. Persönlichkeit ist hier auch schon das Stichwort und das solltest du beim Verfassen im Hinterkopf haben.

Wo liegt der Unterschied zum Anschreiben?

Im Motivationsschreiben gehst du im Vergleich zum Anschreiben noch viel stärker auf deine inneren Motive ein, dich auf diese Stelle zu bewerben und stellst deine intrinsische Motivation heraus. Dabei ist es auch gerade erlaubt, dass du deine privaten Interessen und deine Persönlichkeit mit einbeziehst. Achte unbedingt darauf, auf deine individuellen (beruflichen) Ziele einzugehen und zu erläutern, wie dich die angestrebte Position der Erreichung dieser Ziele näher bringt. So machst du klar, dass du für den Job brennst und du dir nichts besseres vorstellen könntest!

Wie ist das Motivationsschreiben aufgebaut?

Im Grunde genommen ähnelt der Aufbau dem des Anschreibens. Du beginnst mit einem aussagekräftigen Betreff und nimmst dabei Bezug auf die angestrebte Position.  Ein gelungener Einsteig könnte zum Beispiel so aussehen:

„Sehr geehrter Herr Schmidt, schon immer fasziniert mich die Welt des kreativen Designs in der Modebranche. Seit meiner Jugend steht deshalbb für mich fest: Ich studiere Modedesign an einer renommierten Hochschule. […]“

In diesem Beispiel ist klar zu erkennen, dass die Bewerberin eine starke persönliche Motivation hat, Modedesign zu studieren und seit ihrer Jugend davon träumt. Damit bringt sie eingangs auf den Punkt, was genau sie überhaupt antreibt, diesen Weg zu gehen. Im weiteren Verlauf  machst du dem Leser klar, warum du dich genau für diese Stelle bewirbst und warum du besonders dafür geeignet bist. Du siehst also, dass sich Anschreiben und Motivationsschreiben nur in Nuancen voneinander unterscheiden. Wenn beides gefordert ist, bleibe im Anschreiben sachlich und werde im Motivationsschreiben persönlicher. Generell gilt sich zwar von seiner Schokoladenseite zu präsentieren, aber nicht zu dick aufzutragen. Um dieses Risiko zu minimieren, solltest du das Schreiben von Freunden oder Bekannten kritisch durchlesen lassen.

Und welche Formaliäten gelten?

Wie auch beim Anschreiben gelten folgende Formalitäten:

  • Gleiche Schriftart und -größe wie im Anschreiben und Lebenslauf
  • Briefkopf mit Empfänger, Absender und Datum
  • Direkte Anrede („Sehr geehrter Herr“ bzw. „Sehr geehrte Frau“)
  • (Digitalisierte) Unterschrift
  • Maximal 1 Seite

Lass dich am besten mal von einer guten Freundin oder einem guten Freund fragen: „Warum willst du diese Stelle haben?“ Was du ihr bzw. ihm dann antwortest, kannst du in schriftlicher Form für dein Motivationsschreiben nutzen.

Ich wünsche dir viel Erfolg!

Marcel

 

 

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